Autor Thema: Wasserstoffproblem gelöst mit Carbazol?  (Gelesen 2446 mal)

Offline polarbear

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Wasserstoffproblem gelöst mit Carbazol?
« am: 30. Juni 2011, 19:03:31 »
http://www.elektor.de/elektronik-news/carbazol-das-elektrische-benzin.1872340.lynkx?referer=rss
Zitat
Carbazol: Das elektrische Benzin?
Neuartiger Kraftstoff für Brennstoffzellen-Autos

Ein neuartiger Kraftstoff könnte eine Alternative zu Batterien als Energieträger darstellen und dem Wasserstoffantrieb zum Durchbruch verhelfen.

Dieses Ziel verfolgen die Universität Erlangen-Nürnberg, das Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials der Uni Erlangen-Nürnberg und der Energie Campus Nürnberg mit der Suche nach einer Mobilitätsoption, die die Speicherung der Energie in flüssigen Stoffen vorsieht und damit kompatibel mit der heutigen Benzin/Diesel Versorgung ist. Diese so genannten Energie tragenden Stoffe (ETS) werden im Kreis geführt und selbst nicht verbraucht. Das unterscheidet sie von dem heutigen System der Kraftstoffe.

In Nürnberg wird derzeit die Substanz N-Ethylcarbazol als Energie tragende Flüssigkeit beforscht, die sich mit Wasserstoff quasi aufladen lässt: Durch die Aufnahme von Wasserstoff  wird die Flüssigkeit chemisch in eine energiereiche „Perhydro-Form“ umgesetzt.

In der Anwendung im Fahrzeug  wird aus dieser energiereichen Form Wasserstoff chemisch abgespalten und als Treibstoff für einen Brennstoffzellen-Elektroantrieb oder einen Verbrennungsmotor verwertet. Beim Tanken wird das „entladene“ (wieder energiearme) Carbazol einfach abgepumpt und durch frisches (energiereiches) ersetzt. Für den Autofahrer ändert sich beim Tanken nur die Form der Zapfpistole. Das „verbrauchte“ Carbazol wird in der Tankstelle gesammelt und später wieder regeneriert – am besten unter Verwendung regenerativer Energiequellen.
[...]
 
Rechnet man Energieinhalt und Wert von "Carbazol" ein, braucht ein Auto doppelt so viel "Carbazol" wie Superbenzin pro 100 km und daher einen größeren Tank. Es entsteht nur Wasser bei der Fahrt, das "Carbazol" verbleibt in seiner energiearmen Form im Auto und wird nicht verbrannt. Daher die Bezeichnung „Energie Tragender Stoff“ (ETS) für Stoffe wie "Carbazol".
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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,771516,00.html
Zitat
Alternativ-Kraftstoff Carbazol
Zaubersprit von der Zapfsäule

Unbegrenzt verfügbar, blitzsauber und leicht in Motorkraft umzuwandeln: Wasserstoff wäre der ideale Benzinersatz, würde nicht das heikle Handling den Autobauern so viel Kopfzerbrechen bereiten. Ein deutscher Forscher hat jetzt einen Weg gefunden, die explosive Substanz gefahrlos einzusetzen.
[...]

Weit größeres Potenzial sprechen Ingenieure der Brennstoffzelle zu, die Wasserstoff in Strom umwandeln kann. Doch der Tank macht den Entwicklern noch Angst. Denn um ausreichende Mengen im Auto zu lagern sind 700 bar Druck notwendig, oder man müsste den Wasserstoff auf -260 Grad Celsius herunterkühlen.

Doch das Problem lässt sich womöglich bald lösen - dank einer Trägerflüssigkeit, die den Wasserstoff speichert und dann wie Sprit ganz einfach in einen Tank gefüllt werden kann. Wolfgang Arlt, Professor für Verfahrenstechnik an der Universität Erlangen forscht seit einem Jahr an dem Stoff. Die ersten Ergebnisse stimmen ihn so zuversichtlich, dass er jetzt einen offiziellen Antrag auf Forschungsgelder beim Bundesverkehrsministerium gestellt hat. [...]

Ausgangspunkt ist eine Kohlenwasserstoffverbindung namens N-Ethylcarbazol, die Wasserstoff chemisch speichern und wieder abgeben kann. Sie hat ähnliche Eigenschaften wie Diesel, ist zähflüssig, hat ein vergleichbares Gewicht, riecht ähnlich und lässt sich ebenso unproblematisch handhaben. "Carbazol kann durch die gleichen Pipelines fließen wie Rohöl, mit den gleichen Tankschiffen oder Tanklastern transportiert und über die gleichen Zapfsäulen verkauft werden", sagt Arlt. Ob die Wasserstoffanreicherung in einem Windpark auf der Nordsee, einem Solarfeld in der Sahara oder einem Wasserkraftwerk hinter dem Ural erfolge, sei gleichgültig.

Noch ist die Autoindustrie skeptisch [...]

Offline RiSc

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Re: Wasserstoffproblem gelöst mit Carbazol?
« Antwort #1 am: 24. Juli 2011, 12:21:36 »
so, wie ich die deppen von der ECHA kenne, werden die den stoff über REACH verbieten. Verdacht auf krebserzeugende Wirkung. dann fährt die ganze welt mit dem zeug rum, und in Europa gehen die lichter aus. :crazy6:

aber interessante artikel! :up:

Offline dickschiff

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Re: Wasserstoffproblem gelöst mit Carbazol?
« Antwort #2 am: 25. Juli 2011, 17:58:14 »

Selbst die Gruenen erkennen ein grundsaetzliches Beduerfnis nach Mobilitaet an.
Rechtschreibung prüfen

Offline mr ed

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Re: Wasserstoffproblem gelöst mit Carbazol?
« Antwort #3 am: 05. Mai 2018, 01:28:37 »
carbozol die lösung...


lol
per aspera ad astra

Offline svk

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Re: Wasserstoffproblem gelöst mit Carbazol?
« Antwort #4 am: 05. Mai 2018, 13:55:39 »
da brauchst für ne normale reichweite (ca 600km) dann entweder zwei 120ltr tanks oder einen 120 ltr. spezialtank mit 2 flexiblen kammern welche ihren zu-/ablauf ausgleichen

geht alles braucht nur genug platz und die zulandung des autos wird auch entprechend kleiner   :D