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Was wird aus der Bundeswehr? Wehrpflicht- oder reine Söldnerarmee

Begonnen von svk, 19. Juni 2010, 15:47:28

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svk

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/bundeswehr-wehrpflicht-guttenberg

ZitatEs ist ein weiterer Konflikt, der die schwarz-gelbe Koalition schwer belasten könnte: Bereits Anfang des Monats hatte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) öffentlich Ãœberlegungen angestellt, die Wehrpflicht in Deutschland abzuschaffen, um innerhalb der Bundeswehr Geld zu sparen â€" und war dafür auch aus den eigenen Reihen heftig kritisiert worden.
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Nun legt der Verteidigungsminister in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel nach: Zwar werde es die Wehrpflicht im Grundgesetz weiter geben, faktisch aber werde sie "in zehn Jahren wohl abgeschafft sein". In einer "hochprofessionellen, bestens ausgerüsteten und flexiblen Einsatzarmee" gebe es kaum noch Kapazitäten, um Rekruten auszubilden, sagte der Minister.


was wird nun aus dem problem :confused:

als ehemaliger Zeitsoldat(Söldner) beider deutschen Armeen(naja die eine gibts ja net mehr):fg: interessiert mich das Thema scho irgendwie noch

im moment merke ich sogar was von den aktuellen Umstrukturierungen

bin immer noch Reservist wurd aber nie für Reserveübung eingeladen obwohl ich die neuen Waffen usw scho in Aktion erleben wollte.
in den letzten 1-2 jahren gabs dann jedoch regelmäßiger post von meiner neu aufgestellten reserveeinheit

und nun  :eek:

hab ich die Ankündigung einer Einberufung zur Wehrübung erhalten :D

mir dünkt die alten Söldner werden reaktiviert im rahmen einer umstellung zur
Zitat"hochprofessionellen, bestens ausgerüsteten und flexiblen Einsatzarmee"
aka reinen Söldnerarmee

svk

hm ich liebe die BW abkürzungen :crazy6:

also gemäß vorgabe HFüKdo sind ErgTrT2 ( :confused: ergänzungstruppen?) verpflichtet innerhalb von 3 Jahren mindestens 2 TrWü zu mache

und ich solle mich net über die einberufung wundern :D

hab auch scho post vom KWE zwecks fragebogen neuerkrankungen die Wü behindern würden
Zeitraum/ort der wü wurde mir auch scho mitgeteilt

> es wird ernst ich seh mich scho irgendwie in grün auf ner wiese stehen



Plankton

Ein Zeitsoldat ist kein Söldner, weil er im Gegensatz zu diesem Staatsangehöriger sein muss. Er ist auf die Verfassung eingeschworen. Das gesellschaftliche Ansehen beider Modelle differiert. Zugleich widerspricht eine solche Einstellung dem Selbstverständnis, dass zumindest in der Selbstdarstellung innerhalb der Bundeswehr erwünscht und normativ ist. Vermutlich hast auch Du als Aktiver eine andere Attitude raushängen lassen, respektive geschwiegen.

Zitat BW_Ausbilder beim Formaldienst: "Seien Sie stolz, deutsche Soldaten zu sein!"

polarbear

Was ist mit den Videolinks? Etwas Unkeusches? *misstrau* :D


Berufsarmee - hoffentlich wird die BW dann nicht zum Sammelbecken für gescheiterte Existenzen ala "Ich Mafia, Alder! Ich mach Dich Messer!" und ballergeilen Waffennarren mit rechtskonservativen bis neonazionalen Liebäugeleien. Kennt jemand Bunny aus Platoon und Reese aus Malcolm mittendrin - wie er zur Army kam? :shy:


Ist ja nicht so, dass die BW hier bei uns ein besonders hohes Renommee hätte, wie etwa die Jungs in Frankreich oder Großbritannien die Her Majesty's Armed Forces oder so.

svk

ZitatEin Zeitsoldat ist kein Söldner, weil er im Gegensatz zu diesem Staatsangehöriger sein muss. Er ist auf die Verfassung eingeschworen.


die offizielle politische benennung als zeitsoldat ist doch erbsenschieberei fürs volk :D
wenn es truppentechnisch sinnvoll wäre würde die Bw sicher auch deutschsprachige/lernwillige ausländer aufnehmen
die bekomme dann nen deutschen pass wie manche "deutsche" Fußballer mit dem Vertrag in die hand gedrückt :yes: ;)

wenn man es so genau nehmen würde dürfte kein ehemaliger nva soldat in der BW dienen weil er aufs die DDR geschworen hat :fg:

als kleener uffz braucht man sich nicht gedanken über die Political Correctness machen > zumindest wen man dem vorgesetzen nicht in den arsch kriechen will :D

hatte gelegentlich scho kleine diskurse mit vorgesetzen wegen politischer betrachtungsweisen, Political Correctness, arschkriecherei usw :crazy6:

deshalb wurd ich auch net Feldwebel zur entlassung wie es teilweise üblich war :D :D :D :D

war ein böser soldat :crazy6: 

polarbear

Zitat von: svk am 19. Juni 2010, 15:47:28
in den letzten 1-2 jahren gabs dann jedoch regelmäßiger post von meiner neu aufgestellten reserveeinheit

und nun  :eek:

hab ich die Ankündigung einer Einberufung zur Wehrübung erhalten :D

mir dünkt die alten Söldner werden reaktiviert im rahmen einer umstellung zur  aka reinen Söldnerarmee

Trucks durch den afghanischen Wüstenstaub fahren, nach Kundus? :eek: :shy:

svk

bin ja jetzt reservist bei ner pioniereinheit (war früher lange bei der ari)

brücke baue oder so :hammer:

na mal schaue was da geht wenn ich wirklich zur Wü geholt werde

Plankton

Zitat von: svk am 19. Juni 2010, 17:47:36

wenn es truppentechnisch sinnvoll wäre würde die Bw sicher auch deutschsprachige/lernwillige ausländer aufnehmen
die bekomme dann nen deutschen pass wie manche "deutsche" Fußballer mit dem Vertrag in die hand gedrückt :yes: ;)



Fraglich, ob dies gesellschaftliche Legitimität fände.

Polarbear zum Thema 'Sammelbecken Berufsarmee': Ich halte diesen Mythos für eine traditionalistischer Überzeugung entspringende Argumentation zur Aufrechterhaltung der Wehrpflicht. Die Sozialisationswirkung verläuft meiner Ansicht nach eher in die andere Richtung. Meinungsmacher sind beim Bund nicht die Wehrpflichtigen, welche zudem eben längst keinen Querschnitt der 'Zivilgesellschaft' abbilden - ohnehin wegen der Geschlechtertrennung konzeptuell nie abbilden konnten, sondern gewisser Freiwilligkeit und Willkür der Auslese unterliegen.

Bluebee

für mich macht eine reine berufsamee durchaus sinn. denn bei einer wehrpflicht von 6 monaten kann man wohl kaum jemanden überhaupt zu irgendetwas vernünftig ausbilden.

im übrigen entsprang die wehrpflicht auch den bedenken, die aus der historie durch freicorps geprägt wurden. diese sorgen habe ich in diesem land aber nicht mehr.



Plankton

Zitat von: Bluebee am 19. Juni 2010, 18:31:43
im übrigen entsprang die wehrpflicht auch den bedenken, die aus der historie durch freicorps geprägt wurden. diese sorgen habe ich in diesem land aber nicht mehr.


Ernsthaft? Was bringt das? Erst militärisch schulen, dann paramilitärisch weitermarschieren? Inwiefern schützt eine Wehrpflicht vor (organisiertem) Militarismus? Abschöpfen kann man Interessierte ja nur zeitweise, sofern man sie nicht langfristig verpflichtet, was ja eher eine fragwürdige Rekrutierungsmasse wäre...^^
Die SA als nach '33 institutionalisierter Wehrverband war ab '34 eine Art Zuarbeiter für die  Wehrmacht und Wehrerziehung. Bis zur Machtergreifung waren die rechten Verbände als politisch-militantes Gewicht aus Sicht der insofern wohlwollenden Reichswehr akzeptables Werkzeug.

Bluebee

ein gedanke war, dass man einen zu starken corpsgeist einer in sich geschossenen waffentragenden gruppierung unterbinden wollte. damit einhergehend wurde das bild des "bürgers in uniform" geprägt.


Plankton

Aber hat das nicht eher was mit dem Zustand der Reichswehr ('Staat im Staate' oder so) anstatt mit der Wehrverbändebewegung ab 1919 zu tun?

Goldfischentsafter

 :gähn:...ist diese Wehrmachtsscheisse mal endlich passe? Muss man wegen jedem Dreck eigentlich irgendeine historische Begebenheit aus dem Sumpf ziehen? Gerade was uns Deutsche betrifft? Herrgott noch einmal, es geht um Kosten, Einsparen und nicht um einn erneuten Einmarsch nach Polen... obwohl, die müssten noch einen Audi von mir haben... und bei Eurovisionscontest kamen auch nur ein paar Punkte von denen.

svk

ZitatMuss man wegen jedem Dreck eigentlich irgendeine historische Begebenheit aus dem Sumpf ziehen? Gerade was uns Deutsche betrifft? Herrgott noch einmal, es geht um Kosten, Einsparen und nicht um einn erneuten Einmarsch nach Polen


"Kosten einsparen" > genau billig rohstoffe in der welt erbeuten :D wir tauschen rohstoffe gegen demokratie :yes: ;)

wir brauche net mehr in pole einmaschiere wir haben die doch mit der eu GEKAUFT :carwag: